Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Vogt</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vogt"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Vogt rootpage-Vogt skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Vogt</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Der historische Begriff <b>Vogt</b> –&nbsp;auch <b>Voigt</b>, <b>Voit</b> oder <b>Fauth</b>&nbsp;– stammt von <a href="Mittelhochdeutsche_Sprache" title="Mittelhochdeutsche Sprache">mittelhochdeutsch</a> <i>vog(e)t</i>, <i>voit</i>, <i><a href="Woith" title="Woith">woith</a></i>, <i>vougt</i>, von <a href="Althochdeutsche_Sprache" title="Althochdeutsche Sprache">althochdeutsch</a> <i>fogā̌t</i> und letztlich <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic"><a href="Advokat" title="Advokat">advocātus</a></span> ‚Rechtsbeistand, Sachwalter, Anwalt‘, wörtlich ‚Hinzu-/Herbeigerufene‘, ab. Er bezeichnete im deutschsprachigen Raum allgemein einen <a href="Herrschaft" title="Herrschaft">herrschaftlichen</a>, oft <a href="Adel" title="Adel">adeligen</a> <a href="Beamtentum#Geschichte_des_Beamtentums" title="Beamtentum">Beamten</a> des <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalters</a> und der <a href="Fr%C3%BChe_Neuzeit" title="Frühe Neuzeit">frühen Neuzeit</a>. Im <a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">Französischen</a> entspricht ihm <i><span lang="fr">bailli</span></i>, im <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">Englischen</a> <i><span lang="en">bailiff</span></i> oder <i><span lang="en"><a href="Reeve" title="Reeve">reeve</a></span></i>.
</p><p>Die ab dem 12. Jahrhundert urkundlich belegten <a href="V%C3%B6gte_von_Weida" title="Vögte von Weida">Vögte von Weida</a>, Gera, Plauen und Greiz waren spätestens 1343 namensgebend für das <a href="Vogtland" title="Vogtland">Vogtland</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Funktion">Funktion</h2></div>
<p>Der Vogt <a href="Regierung" title="Regierung">regierte</a> und <a href="Richter" title="Richter">richtete</a> als Vertreter eines <a href="Feudalismus" title="Feudalismus">Feudalherrschers</a> in einem bestimmten <a href="Territorium" title="Territorium">Gebiet</a> im Namen des <a href="Landesherr" title="Landesherr">Landesherrn</a>. Er hatte den Vorsitz im <a href="Landgericht_(Mittelalter)" title="Landgericht (Mittelalter)">Landgericht</a> und musste die Landesverteidigung organisieren. Im Krieg führte er das <a href="Lehnswesen" title="Lehnswesen">Lehensaufgebot</a> des Landes.
</p><p>Der frühere Machtbereich eines Vogts und sein Amtssitz (meist eine <a href="Landesburg" title="Landesburg">landesherrliche Burg</a>) werden als <b>Vogtei</b> bezeichnet. Man unterschied unter anderem <b>Stadtvögte</b> und <b>Amtsvögte</b>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der <a href="Landvogt" title="Landvogt">Landvogt</a> war der höchste Vertreter eines Landesherren in einem Teilterritorium im <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> und der <a href="Fr%C3%BChe_Neuzeit" title="Frühe Neuzeit">Frühen Neuzeit</a>. Der <i>Reichslandvogt</i> war ein Beauftragter der deutschen Kaiser und Könige. In der <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a> war der Landvogt der oberste Verwalter eines kleineren Territoriums.
</p><p>Das durch einen Vogt vertretene Rechtsprinzip leitet sich sowohl vom <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">spätrömischen</a> Beamten, dem vorgenannten <i><a href="Advokat" title="Advokat">advocatus</a></i>, als auch von der <a href="Germanen" title="Germanen">germanischen</a> <a href="Munt" title="Munt">Munt</a> ab und ist ein Schutzverhältnis, das auch Gewalt- und Vertretungsrecht einschließt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vögte_zur_Zeit_der_Karolinger"><span id="V.C3.B6gte_zur_Zeit_der_Karolinger"></span>Vögte zur Zeit der Karolinger</h2></div>
<p>Speziell seit den <a href="Karolinger" title="Karolinger">Karolingern</a> war der Vogt ein staatlicher Beamter, der als Stellvertreter von kirchlichen Würdenträgern (zum Beispiel <a href="Bischof" title="Bischof">Bischöfen</a> oder <a href="Abt" title="Abt">Äbten</a>) oder Institutionen diese in weltlichen Angelegenheiten, insbesondere bei weltlichen <a href="Gericht" title="Gericht">Gerichten</a> vertrat <i>(advocatus ecclesiae)</i>. Der Kirche waren seit der <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">Spätantike</a> solche Vertreter vorgeschrieben, da sie keine weltlichen Geschäfte ausüben sollte. Der Vogt stellte daher im Immunitätsbereich zum Beispiel eines <a href="Kloster" title="Kloster">Klosters</a> oder <a href="Di%C3%B6zese" title="Diözese">Bistums</a> eine Art Schutzherr dar und führte meist auch dessen Heeraufgebot (Schirmvogtei). Außerdem übte er die <a href="Blutgerichtsbarkeit" title="Blutgerichtsbarkeit">hohe Gerichtsbarkeit</a> im Vogteibereich aus (Vogteigericht). Bei <a href="Eigenkirche" title="Eigenkirche">Eigenklöstern</a> besetzte häufig der Eigenklosterherr selbst das Vogtamt. Die Schirmvogtei wurde bald auf die ganze Kirche übertragen und führte mehrfach zu einem helfenden Eingreifen (wie unter <a href="Heinrich_III._(HRR)" title="Heinrich III. (HRR)">Heinrich&nbsp;III.</a>), andererseits aber zu dem das gesamte Mittelalter durchziehenden Streit um die Vorherrschaft zwischen Staat und Kirche.
</p><p><a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karl der Große</a> ließ ab 802 in den <a href="Grafschaft" title="Grafschaft">Grafschaften</a> Vögte in klösterlichen und bischöflichen <a href="Politische_Immunit%C3%A4t" title="Politische Immunität">Immunitäten</a> einsetzen. Im 11./12. Jahrhundert entwickelte sich dieses Amt zu einem erblichen <a href="Lehnswesen" title="Lehnswesen">Lehen</a> des Hochadels und wurde von diesem als eine Form der Macht- und Gebietsexpansion genutzt. Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verloren auch die Vogteien ihre Bedeutung.
</p><p>Im modernen Staat ist der Gedanke der Schirmvogtei im staatsrechtlichen Prinzip der Aufsicht der Kirchen und Religionsgesellschaften aufgegangen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Stadtvögte"><span id="Stadtv.C3.B6gte"></span>Stadtvögte</h2></div>
<p>Stadtvögte wurden von Stadtherren als Vertretung eingesetzt. Sie hatten die Funktion dessen Stadt zu verwalten und zu überwachen. Sie vertreten außerdem die Interessen ihres Herren vor der Stadtregierung (Stadtrat, Stadtmeister).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kirchenvögte"><span id="Kirchenv.C3.B6gte"></span>Kirchenvögte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grundlagen_der_kirchlichen_Vogtei">Grundlagen der kirchlichen Vogtei</h3></div>
<p>Besondere Bedeutung erhielt die Funktion des Vogtes im kirchlichen Bereich. Im Mittelalter waren diejenigen Stände auf einen gegebenenfalls bewaffneten Schutz angewiesen, die selbst gar nicht oder nur beschränkt wehr- und <a href="Fehde" title="Fehde">fehdefähig</a> waren. Das waren neben den Bauern die <a href="Klerus" title="Klerus">Geistlichen</a>. Der Schutz spielte in der mittelalterlichen Welt eine bedeutende Rolle, da ein <a href="Gewaltmonopol_des_Staates" title="Gewaltmonopol des Staates">staatliches Gewaltmonopol</a> nicht existierte und die Menschen ansonsten auf Selbsthilfe angewiesen gewesen wären. Den Geistlichen war aus kirchlich-theologischen Gründen die Gewaltausübung –&nbsp;und damit Kriegsführung und die Mitwirkung an <a href="K%C3%B6rperstrafe" title="Körperstrafe">Leib-</a> und <a href="Todesstrafe" title="Todesstrafe">Todesstrafen</a>&nbsp;– untersagt. Die Aufgabe, notfalls auch gewaltsamen Schutz zu gewähren, fiel daher dem <a href="Adel" title="Adel">Adel</a> zu, dem Stand der „Krieger“.
</p><p>Während des Früh- und Hochmittelalters wurden daher von vielen Geistlichen, Kirchen, Klöstern oder Stiften adelige Laien als Vögte eingesetzt, die sie in weltlichen Angelegenheiten vertraten (zum Beispiel vor Gericht), das Kirchengut verwalteten und ihnen Schutz und Schirm gewährten. Schon seit dem 9. Jahrhundert hatte den Geistlichen eine kurzfristige Beauftragung von Vögten oft nicht mehr genügt, da sie vermehrt zu Diensten für weltliche Herrscher herangezogen wurden und strikteren geistlichen Anforderungen unterworfen wurden. Es wurde daher eine dauerhafte Bindung an einen Vogt notwendig, der die zahlreichen nunmehr anfallenden Aufgaben wahrzunehmen hatte. Seit der Mitte des 9. Jahrhunderts wurden die Vogteien auch vielfach erblich, wodurch die adeligen Vögte oftmals eine starke Machtstellung erlangten. Später versuchten aber viele geistliche Herren, sich von der oftmals bedrückenden Machtposition der Vögte zu lösen und die Vogteirechte zurückzuerwerben, was seit dem 13. Jahrhundert vor allem den großen geistlichen Herren wie den Bischöfen gelang.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Typen_von_Kirchenvögten"><span id="Typen_von_Kirchenv.C3.B6gten"></span>Typen von Kirchenvögten</h3></div>
<p>Bei der Vogtei im geistlichen Bereich können zwei verschiedene Ausprägungen unterschieden werden. Der Wirkungskreis eines Vogtes konnte sich auf eine gesamte geistliche Institution, beispielsweise ein Kloster erstrecken. Dieser Typ von Kirchenvogt wurde häufig als „Kastvogt“ bezeichnet. In der Literatur sind für den Kastvogt auch die Begriffe „Hauptvogt“ oder „Großvogt“ gebräuchlich. Auch der Begriff „Schirmvogt“ bezeichnet meist einen derartigen Vogt einer geistlichen Institution. Neben der Bevogtung einer geistlichen Institution selbst war eine weitere Ausprägung der Kirchenvogtei, dass nur einzelne Besitzungen zum Beispiel eines Klosters bevogtet wurden. In diesem Fall erstreckte sich der Herrschaftsbereich des Vogts auf den klösterlichen Grundbesitz (samt zugehöriger <a href="Grundhold" title="Grundhold">Grundholden</a>) an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Gebiet. Diese Art von Vögten werden daher in der Literatur oft als „Ortsvögte“ oder „Bezirksvögte“ bezeichnet. Besonders häufig anzutreffen waren Orts- oder Bezirksvögte bei einzelnen Besitzkomplexen eines Klosters, die von diesem weiter entfernt lagen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bedeutung_der_kirchlichen_Vogtei_für_die_Territorienbildung"><span id="Bedeutung_der_kirchlichen_Vogtei_f.C3.BCr_die_Territorienbildung"></span>Bedeutung der kirchlichen Vogtei für die Territorienbildung</h3></div>
<p>Im Laufe des Spätmittelalters wurde aus den ursprünglich begrenzten und aus Einzelrechten bestehenden Kompetenzen der Vögte häufig eine umfassende, nicht mehr auf Einzelkompetenzen bezogene <a href="Obrigkeit" title="Obrigkeit">Obrigkeit</a>. Im Zuge dieses Vorganges verloren die geistlichen <a href="Grundherrschaft" title="Grundherrschaft">Grundherren</a> Herrschaftsrechte an die Vögte, vor allem die <a href="Niedere_Gerichtsbarkeit" title="Niedere Gerichtsbarkeit">niedere Gerichtsbarkeit</a> konnten die Vögte in der Regel an sich bringen. Häufig konnten die Vögte die <a href="Wehrhoheit" title="Wehrhoheit">Wehrhoheit</a>, den Anspruch auf <a href="Steuer" title="Steuer">Steuern</a> und auf <a href="Frondienst" title="Frondienst">Frondienste</a> der von ihnen bevogteten Besitzungen bzw. Bauern an sich bringen. Im Zuge dieses Prozesses wurde die Vogtei seit dem Spätmittelalter als Herrschaftsrecht vielfach in modernere Herrschaftsrechte überführt und ging in örtlicher Gerichtsbarkeit, niederer Obrigkeit oder <a href="Territorialisierung" title="Territorialisierung">Landesherrschaft</a> auf. So gelang es adeligen Vögten vielfach, klösterlichen Grundbesitz unter ihre Botmäßigkeit zu bringen; die Klöster konnten lediglich die Grundherrschaft über ihre fremdbevogteten Güter behaupten. Die Vogtei bildete daher im Spätmittelalter in vielen Fällen eine wesentliche Grundlage bei der Ausbildung der Territorien adliger Herrscher. Im Gefolge der <a href="Reformation" title="Reformation">Reformation</a> gelang es evangelisch gewordenen (Kast-)Vögten zudem, unter ihrer Vogtei stehende Klöster zu <a href="S%C3%A4kularisierung" title="Säkularisierung">säkularisieren</a> und in ihr Territorium zu integrieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vögte_im_Hoch-_und_Spätmittelalter"><span id="V.C3.B6gte_im_Hoch-_und_Sp.C3.A4tmittelalter"></span>Vögte im Hoch- und Spätmittelalter</h2></div>
<p>Der Begriff der Vogtei wurde seit dem 13. Jahrhundert im römisch-deutschen Reich zunehmend mit einer Ämterorganisation verbunden. Vögte übernahmen im Auftrag weltlicher Herrscher Verwaltungsaufgaben. Sie legten Steuern fest und zogen diese ein, sie hielten Gericht und ahndeten Vergehen. Die Bedeutung von <a href="#Kirchenvögte">Kloster-</a> und <a href="Burgvogt" title="Burgvogt">Burgvögten</a> war in einigen Gebieten erheblich. <a href="Reichslandvogt" class="mw-redirect" title="Reichslandvogt">Reichslandvögte</a> wurden seit dem 13. Jahrhundert eingesetzt, um verlorenes Reichsgut wiederzugewinnen, vor allem in <a href="Landvogtei_Schwaben" title="Landvogtei Schwaben">Schwaben</a> und dem <a href="Liste_der_Landv%C3%B6gte_im_Elsass" title="Liste der Landvögte im Elsass">Elsass</a>.
</p><p>Daneben wurden <a href="Landvogt" title="Landvogt">Landvogteien</a> seit dem späten 13. Jahrhundert in einigen Gebieten östlich der Elbe (<a href="Landvogt_der_Oberlausitz" title="Landvogt der Oberlausitz">Oberlausitz</a>, <a href="Landvogt_der_Niederlausitz" title="Landvogt der Niederlausitz">Niederlausitz</a>, <a href="Landvogt#Weitere_Landvogteien" title="Landvogt">Brandenburg</a>, <a href="Landvogt#Weitere_Landvogteien" title="Landvogt">Pommern</a>) gebildet, die in den folgenden Jahrhunderten zeitweise eine relativ große Eigenständigkeit besaßen.
</p><p>Die zwischen 1403 und 1512 eingerichteten acht <i><a href="Ennetbirgische_Vogteien" title="Ennetbirgische Vogteien">Ennetbirgischen Vogteien</a></i> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Italienische_Sprache" title="Italienische Sprache">italienisch</a></span> <span lang="it-Latn" style="font-style:italic">Baliaggi Ultramontani</span>) auf dem Gebiet des heutigen <a href="Kanton_Tessin" title="Kanton Tessin">Kantons Tessin</a> wurden von Vögten (italienisch <i>Balivi</i>) verwaltet.
</p><p><i>siehe auch: <a href="Landvogt" title="Landvogt">Landvogt</a></i>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vogtei_als_Bezeichnung_für_Gerichtsherrschaft"><span id="Vogtei_als_Bezeichnung_f.C3.BCr_Gerichtsherrschaft"></span>Vogtei als Bezeichnung für Gerichtsherrschaft</h2></div>
<p>Seit dem Ende des Spätmittelalters wurde der Begriff „<a href="Vogtei_(HRR)" title="Vogtei (HRR)">Vogtei</a>“ („Vogteilichkeit“) oftmals gleichbedeutend mit niederer Gerichtsbarkeit (niederer Obrigkeit) verwendet. So war im fränkischen und schwäbischen Raum dieser Gebrauch des Begriffs „Vogtei“ üblich. Dies galt auch in den Fällen, wo die niedere Obrigkeit nicht auf der älteren, kirchlichen Vogtei beruhte, wie beispielsweise bei den Gütern adeliger oder städtischer Grundherren. Gleichartige oder ähnliche Amtsstellungen waren <a href="Amtmann" title="Amtmann">Amtmann</a>, Dorfrichter, <a href="Erbgericht" title="Erbgericht">Erbrichter</a>, <a href="Fronbote" title="Fronbote">Fronbote</a>, Gerichtskretscham, <a href="Greve_(Amt)" title="Greve (Amt)">Greve</a>, <a href="Meier" title="Meier">Meier</a>, Schiedsmann, Scholze, <a href="Schulthei%C3%9F" title="Schultheiß">Schultheiß</a>, Schulze, <a href="Vikar" title="Vikar">Vikar</a>, <a href="Villicus" title="Villicus">Villicus</a>, <a href="Woith" title="Woith">Woith</a> (in alphabetischer, nicht zeitlicher Reihenfolge).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Burgvogt">Burgvogt</h2></div>
<p>Ein Burgvogt verwaltete eine Burg, er wurde vom Burgherren beauftragt, in Abwesenheit die Obliegenheiten und die niedere Gerichtsbarkeit auszuüben. Zum Beispiel wurde auf der <a href="N%C3%BCrnberger_Burg" title="Nürnberger Burg">Reichsburg Nürnberg</a> ein Burgvogt eingesetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schutzvögte,_Deichvögte,_Alpvögte,_Waldvogt"><span id="Schutzv.C3.B6gte.2C_Deichv.C3.B6gte.2C_Alpv.C3.B6gte.2C_Waldvogt"></span>Schutzvögte, Deichvögte, Alpvögte, Waldvogt</h2></div>

<p>Die mittelalterlichen <a href="Markgenossenschaft" title="Markgenossenschaft">Markgenossenschaften</a> ernannten Schutzvögte zu ihren Vertretern.
</p><p>In den Küstenregionen von Nord- und Ostsee waren <a href="Deichvogt" class="mw-redirect" title="Deichvogt">Deichvögte</a> für den Zustand der Deiche und <a href="Strandvogt" title="Strandvogt">Strandvögte</a> für die Bergung von gestrandetem Schiffsgut zuständig.
</p><p>Heute noch heißt an vielen Orten in der Schweiz der Verantwortliche für den Alpbetrieb „Alpvogt“, er stellt das Alppersonal ein, organisiert die Besetzung mit Vieh, alle Arbeiten, rechnet ab etc.
</p><p>Im Alpenraum amtete in einer schweizerischen <a href="B%C3%A4uert" title="Bäuert">Bäuert</a> ein <i>Bäuertvogt</i> als Aufseher.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im <a href="Hotzenwald" title="Hotzenwald">Hotzenwald</a> bestand das Amt des <a href="Waldvogteiamt#Waldvögte" title="Waldvogteiamt">Waldvogts</a>. König <a href="Maximilian_I._(HRR)" title="Maximilian I. (HRR)">Maximilian&nbsp;I.</a> erließ dafür 1507 eine 17 Artikel umfassende Ordnung, die bis ins 18.&nbsp;Jahrhundert galt. Sitz des Waldvogts war zuerst die <a href="Burg_Hauenstein_(Hauenstein)" title="Burg Hauenstein (Hauenstein)">Burg Hauenstein</a>, später wurde der Vogtsitz nach <a href="Waldshut-Tiengen" title="Waldshut-Tiengen">Waldshut-Tiengen</a> in das <a href="Waldvogteiamt" title="Waldvogteiamt">Waldvogteiamt</a> verlegt.
</p><p>Im <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">Niederländischen</a> hat bis in die Moderne der ursprünglich aus dem 16.&nbsp;Jahrhundert stammende Begriff des <i><a href="Vlootvoogd" title="Vlootvoogd">Vlootvoogd</a></i> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Deutsche_Sprache" title="Deutsche Sprache">deutsch</a></span> <span lang="de-Latn">wörtlich „Flottenvogt“</span>) überdauert. Es ist die <a href="Trivialname" title="Trivialname">volkstümliche Bezeichnung</a> für den <a href="Kommandeur" title="Kommandeur">Kommandeur</a> eines Verbands von Schiffen, also einen <a href="Befehlshaber" title="Befehlshaber">Flottenbefehlshaber</a>.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vögte_außerhalb_des_deutschen_Sprachraums"><span id="V.C3.B6gte_au.C3.9Ferhalb_des_deutschen_Sprachraums"></span>Vögte außerhalb des deutschen Sprachraums</h2></div>
<p>Im <a href="Altfranz%C3%B6sische_Sprache" title="Altfranzösische Sprache">altfranzösischen</a> wurde der Vogt als <i><a href="Bailli" class="mw-disambig" title="Bailli">Bailli</a></i> bezeichnet, abgeleitet von <a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a> <i>baiulivus</i> oder <i>bailus</i>, <a href="Adjektiv" title="Adjektiv">Adjektiv</a> von baiulus, „Träger“ und in der erweiterten Bedeutung „Regent“ (vgl. <a href="Bailliage_und_S%C3%A9n%C3%A9chauss%C3%A9e" title="Bailliage und Sénéchaussée">Bailliage und Sénéchaussée</a>). Von diesem Begriff leiten sich unter anderem <i><a href="Bailiff" title="Bailiff">Bailiff</a></i> (englisch), <i>Balivo</i> (<a href="Italienische_Sprache" title="Italienische Sprache">italienisch</a>), und <i><a href="Bail%C3%B2" title="Bailò">Bailò</a></i> (<a href="Venetische_Sprache_(romanisch)" title="Venetische Sprache (romanisch)">venetisch</a>) ab. Im Deutschen bezeichnet <i>Bailli</i> meistens ein Amt in einem <a href="Ritterorden" title="Ritterorden">Ritterorden</a>, zum Beispiel den Leiter einer <a href="Ballei" title="Ballei">Ballei</a>.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Niederlande_und_Belgien">Niederlande und Belgien</h3></div>
<p>In den <a href="Burgundische_Niederlande" title="Burgundische Niederlande">Niederlanden</a> war diese Position als <i>baljuw</i> bekannt, eine direkte Ableitung aus dem französischen Wort <i>bailli</i>, aber auch <i><a href="Drost" title="Drost">drost</a></i>, <i>drossaard</i> (<a href="Herzogtum_Brabant" title="Herzogtum Brabant">Brabant</a>), <i>amman</i> (<a href="Br%C3%BCssel" title="Brüssel">Brüssel</a>), <i><a href="Meier" title="Meier">meier</a></i> (<a href="L%C3%B6wen" title="Löwen">Löwen</a>, <a href="Asse_(Belgien)" title="Asse (Belgien)">Asse</a>) und <i><a href="Schout" class="mw-redirect" title="Schout">schout</a></i> (<a href="Antwerpen" title="Antwerpen">Antwerpen</a>, <a href="%E2%80%99s-Hertogenbosch" title="’s-Hertogenbosch">’s-Hertogenbosch</a>, <a href="Turnhout" title="Turnhout">Turnhout</a>) wurden verwendet. Der Rang eines Baljuw war in <a href="Grafschaft_Flandern" title="Grafschaft Flandern">Flandern</a>, <a href="Grafschaft_Holland" title="Grafschaft Holland">Holland</a>, <a href="Grafschaft_Hennegau" title="Grafschaft Hennegau">Hennegau</a>, <a href="Provinz_Zeeland" title="Provinz Zeeland">Zeeland</a> und Nord<a href="Frankreich" title="Frankreich">frankreich</a> in Verwendung. Der Baljuw war ein Beamter, der den Herrscher in der Stadt und auf dem Land vertrat. In Flandern wurde der Baljuw in der Regel vom <a href="Liste_der_Grafen_von_Flandern" title="Liste der Grafen von Flandern">Grafen</a> und in Frankreich vom <a href="Liste_der_Staatsoberh%C3%A4upter_Frankreichs" title="Liste der Staatsoberhäupter Frankreichs">König</a> ernannt. Das Amt stammt ursprünglich aus Frankreich, als König <a href="Philipp_II._(Frankreich)" title="Philipp II. (Frankreich)">Philipp&nbsp;II. Augustus</a> den ersten Baljuw ernannte.
</p><p>In der heutigen niederländischen Sprache ist mit einem <i>voogd</i> ein <a href="Vormundschaft" title="Vormundschaft">Vormund</a> oder <a href="Kurator" title="Kurator">Kurator</a> gemeint.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aostatal">Aostatal</h3></div>

<p>Das <a href="Haus_Savoyen" title="Haus Savoyen">Haus Savoyen</a> besaß Ende 1025 zum ersten Mal teilweise die Ländereien des <a href="Aostatal" title="Aostatal">Aostatals</a>, als <a href="Humbert_I._(Savoyen)" title="Humbert I. (Savoyen)">Humbert&nbsp;I. von Savoyen</a> die Herrschaft über die Region Aosta mit dem <a href="Bistum_Aosta" title="Bistum Aosta">Bischof von Aosta</a> teilte. Nach und nach wurde die Bedeutung der Savoyer in Aosta gefestigt. Die <i>Charte des Franchises</i>, die 1191 von <a href="Bonifatius_I._(Montferrat)" title="Bonifatius I. (Montferrat)">Bonifatius&nbsp;I. von Montferrat</a> im Namen seines Mündels <a href="Thomas_I._(Savoyen)" title="Thomas I. (Savoyen)">Thomas I. von Savoyen</a> erteilt wurde,<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> legte fest, dass der Souverän keine Steuern erheben könne, wenn sie nicht im Voraus vom Landtag von Aosta, die vom <i>Bailly</i> geleitet wurde, genehmigt wird. Diesem war die gesamte Bevölkerung unterworfen; noch heute steht in <a href="Aosta" title="Aosta">Aosta</a> der <a href="Torre_dei_Balivi" title="Torre dei Balivi">Turm der Vögte</a>.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kanalinseln">Kanalinseln</h3></div>
<p>Die <a href="Kronbesitzungen" title="Kronbesitzungen">Kronbesitzungen</a> der <a href="Britische_Monarchie" title="Britische Monarchie">Britischen Monarchen</a> auf den <a href="Kanalinseln" title="Kanalinseln">Kanalinseln</a>, <a href="Bailiwick_of_Guernsey" title="Bailiwick of Guernsey">Guernsey</a> und <a href="Bailiwick_of_Jersey" title="Bailiwick of Jersey">Jersey</a>, haben offiziell den Status einer Vogtei (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic">Bailiwick</span>, <a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">französisch</a> <span lang="fr" style="font-style:italic;font-weight:normal">Bailliage</span>). Der Vogt (<i><a href="Bailiff" title="Bailiff">Bailiff</a></i>) hat die Funktion eines <a href="Parlamentspr%C3%A4sident" title="Parlamentspräsident">Parlaments-</a> und <a href="Gerichtspr%C3%A4sident" title="Gerichtspräsident">Gerichtspräsidenten</a>, exekutive Aufgaben sind dem <a href="Liste_der_Regierungschefs_von_Guernsey" title="Liste der Regierungschefs von Guernsey">President of the Policy and Resources Committee von Guernsey</a> bzw. dem <a href="Chief_Minister_von_Jersey" title="Chief Minister von Jersey">Chief Minister von Jersey</a> übertragen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Polen">Polen</h3></div>
<p>In <a href="Polen" title="Polen">Polen</a> wird der Titel <i>Wójt</i> (<i>Vogt</i>) weiterhin von den <a href="Gemeindevorsteher" title="Gemeindevorsteher">Gemeindevorstehern</a> der <a href="Gmina" title="Gmina">Landgemeinden</a> geführt.
</p><p>Historisch waren dort die Vögte vom Souverän ernannte oder erbliche Stadtoberhäupter oder Gemeindevorsteher, überwiegend durch Angehörige des Adels (szlachta) ausgeübt. Bis zum 17. Jahrhundert nannte sich im deutschen und böhmischen Schlesien der Dorfvorsteher, <a href="Woith" title="Woith">Woit</a>. Der Vogt des <a href="F%C3%BCrstbistum_Ermland" title="Fürstbistum Ermland">Ermlands</a> war im Fürstbistum der höchste weltliche Amtsträger.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vogtsamt_als_Familienname">Vogtsamt als Familienname</h2></div>
<p>Bei zahlreichen mittelalterlichen Familien des <i>Niederen Adels</i> aus der Schicht der <a href="Ministeriale" title="Ministeriale">Ministerialen</a> wurde die Amtsbezeichnung – in Verbindung mit dem Namen ihres Amtssitzes – im Lauf der Zeit zum Familiennamen, so bei den <a href="Vogt_von_Elspe" title="Vogt von Elspe">Vogt von Elspe</a>, <a href="Voit_von_Rieneck" title="Voit von Rieneck">Voit von Rieneck</a>, <a href="Voit_von_Salzburg" title="Voit von Salzburg">Voit von Salzburg</a>, <a href="Vogt_von_Soest" title="Vogt von Soest">Vogt von Soest</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur_(Auswahl)"><span id="Literatur_.28Auswahl.29"></span>Literatur (Auswahl)</h2></div>
<p><b>Aufsätze</b>
</p>
<ul><li><a href="Victor_Attinger" title="Victor Attinger">Victor Attinger</a> (Hrsg.): <i><a href="Historisch-Biographisches_Lexikon_der_Schweiz" title="Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz">Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz</a>.</i> Band 4: <i>Güttingen – Mailand.</i> Administration des historisch-biographischen Lexikons der Schweiz, Neuenburg 1927, S. 598 f.</li>
<li><a href="Hanns_Hubert_Hofmann" title="Hanns Hubert Hofmann">Hanns H. Hofmann</a>: <i>Freibauern, Freidörfer, Schutz und Schirm im Fürstentum Ansbach. Studien zur Genesis der Staatlichkeit in Franken vom 15. bis 18. Jahrhundert.</i> In: <i><a href="Zeitschrift_f%C3%BCr_bayerische_Landesgeschichte" title="Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte">Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte</a>.</i> Band 23, 1960, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://periodika.digitale-sammlungen.de/zblg/seite/zblg23_0207">S. 195–327</a>.</li>
<li><a href="Rudolf_Hoke" title="Rudolf Hoke">Rudolf Hoke</a>: <i>Landvogt.</i> In: <a href="Adalbert_Erler" title="Adalbert Erler">Adalbert Erler</a>, <a href="Ekkehard_Kaufmann" title="Ekkehard Kaufmann">Ekkehard Kaufmann</a> (Hrsg.): <i><a href="Handw%C3%B6rterbuch_zur_deutschen_Rechtsgeschichte" title="Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte">Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte</a>.</i> Band 2: <i>Haustür – Lippe.</i> Schmidt, Berlin 1978, ISBN 3-503-00015-1, S. 1597–1599.</li>
<li><a href="Hans-Joachim_Schmidt_(Historiker)" title="Hans-Joachim Schmidt (Historiker)">Hans-Joachim Schmidt</a>: <i>Vogt, Vogtei.</i> In: <i><a href="Lexikon_des_Mittelalters" title="Lexikon des Mittelalters">Lexikon des Mittelalters</a>.</i> Band 8: <i>Stadt (Byzantinisches Reich) bis Werl.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-22804-1, Sp. 1811–1814.</li>
<li><a href="Fred_Schwind" title="Fred Schwind">Fred Schwind</a>: <i>Landvogt, -vogtei.</i> In: <a href="Robert-Henri_Bautier" title="Robert-Henri Bautier">Robert-Henri Bautier</a> u.&nbsp;a. (Hrsg.): <i>Lexikon des Mittelalters.</i> Band 5: <i>Hiera-Mittel bis Lukanien.</i> Artemis &amp; Winkler, München u.&nbsp;a. 1991, ISBN 3-7608-8905-0, Sp. 1681–1682.</li>
<li>Fred Schwind: <i>Reichslandvogt, Reichslandvogtei.</i> In: Adalbert Erler, Ekkehard Kaufmann (Hrsg.): <i>Handwörterbuch zur Deutschen Rechtsgeschichte.</i> Band 4: <i>Protonotarius Apostolicus – Strafprozeßordnung.</i> Schmidt, Berlin 1990, ISBN 3-503-00015-1, Sp. 699–703.</li></ul>
<p><b>Bücher</b>
</p>
<ul><li><a href="Martin_Clauss" title="Martin Clauss">Martin Clauss</a>: <i>Die Untervogtei. Studien zur Stellvertretung in der Kirchenvogtei im Rahmen der deutschen Verfassungsgeschichte des 11. und 12. Jahrhunderts</i>. Schmitt, Siegburg 2002, ISBN 3-87710-208-5 (= <i>Bonner historische Forschungen</i>, Band 61; zugleich: Bonn, Universität, Dissertation, 2001).</li>
<li>Katharina Colberg: <i>Reichsreform und Reichsgut im späten Mittelalter.</i> Universität Göttingen 1967 (Göttingen, Dissertation, 22. März 1967).</li>
<li>Hans-Georg Hofacker: <i>Die schwäbischen Reichslandvogteien im späten Mittelalter</i> (= <i>Spätmittelalter und frühe Neuzeit</i>, 8). Klett-Cotta, Stuttgart 1980, ISBN 3-12-911570-6 (zugleich: Tübingen, Universität, Dissertation, 1980).</li>
<li>Hans Niese: <i>Prokurationen und Landvogteien. Ein Beitrag zur Geschichte der Reichsgüterverwaltung im 13. Jahrhundert.</i> Wagner, Innsbruck 1904, (Zugleich: Dissertation, Universität Straßburg, 1904); <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/bub_gb_YeETAQAAIAAJ/page/n1/mode/1up">Textarchiv&nbsp;– Internet Archive</a>.</li>
<li><a href="Johannes_Schneider_(Philologe)" title="Johannes Schneider (Philologe)">Johannes Schneider</a>: <i>Das deutsche Vogteiwesen und sein Einfluß auf das mittelalterliche Latein</i>. Akademie-Verlag, Berlin 1964 (= <i>Sitzungsberichte der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Klasse für Sprachen, Literatur und Kunst</i>, Jg. 1964, Nr. 1, <a href="Zeitschriftendatenbank" title="Zeitschriftendatenbank">ZDB</a>-ID <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=211653-4&amp;key=zdb">211653-4</a></span>).</li>
<li><a href="Ernst_Schubert_(Historiker)" title="Ernst Schubert (Historiker)">Ernst Schubert</a>: <i>König und Reich. Studien zur spätmittelalterlichen deutschen Verfassungsgeschichte</i>. Vandenhoeck &amp; Ruprecht, Göttingen 1979, ISBN 3-525-35375-8 (= <i>Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte</i>, Band 63; zugleich: Habilitationsschrift, Universität Erlangen-Nürnberg, 1974).</li>
<li>Fred Schwind: <i>Die Landvogtei in der Wetterau. Studien zu Herrschaft und Politik der staufischen und spätmittelalterlichen Könige</i>. Elwert, Marburg 1972, ISBN 3-7708-0424-4 (= <i>Schriften des Hessischen Landesamtes für Geschichtliche Landeskunde</i>, Band 35; zugleich: Dissertation, Universität Frankfurt am Main 1966).</li>
<li>Thomas Simon: <i>Grundherrschaft und Vogtei. Eine Strukturanalyse spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Herrschaftsbildung</i>. Klostermann, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-465-02698-5 (= <i>Studien zur europäischen Rechtsgeschichte</i>, Band 77; zugleich: Dissertation, Universität Freiburg [Breisgau], 1992).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>Waltraud Hörsch: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026435"><i>Landvogt [Obervogt, Vogt].</i></a> In: <i><a href="Historisches_Lexikon_der_Schweiz" title="Historisches Lexikon der Schweiz">Historisches Lexikon der Schweiz</a></i>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Max_D%C3%B6llner" title="Max Döllner">Max Döllner</a>: <i>Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933.</i> Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a.d. Aisch 1950, S.&nbsp;298–301 (Neuauflage 1978 anlässlich des Jubiläums <i>150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978</i>).</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010405/2002-07-02">HLS</a>/</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://gtb.ivdnt.org/iWDB/search?wdb=WNT&amp;actie=article&amp;uitvoer=HTML&amp;id=M081102"><i>Historische woordenboeken</i>.</a> (niederländisch). In: <i><a href="Woordenboek_der_Nederlandsche_Taal" title="Woordenboek der Nederlandsche Taal">Woordenboek der Nederlandsche Taal</a></i> des <i>Instituut voor de Nederlandse Taal</i>; abgerufen am 18.&nbsp;Januar 2019.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Bailli</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Meyers_Konversations-Lexikon" title="Meyers Konversations-Lexikon">Meyers Großes Konversations-Lexikon</a></cite>. 6. Auflage. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>2</span>: <i>Astilbe–Bismarck</i>. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1905, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>279</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeno.org/nid/20006282776">Digitalisat.</a> <a href="Zeno.org" title="Zeno.org">zeno.org</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Vogt&amp;rft.atitle=Bailli&amp;rft.btitle=Meyers+Gro%C3%9Fes+Konversations-Lexikon&amp;rft.date=1905&amp;rft.edition=6.&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=279&amp;rft.place=Leipzig+%2F+Wien&amp;rft.pub=Bibliographisches+Institut&amp;rft.volume=Band+2%3A+Astilbe-Bismarck" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Ein erster Entwurf der <i>Charte des franchises</i> geht auf das Jahr 1032 zurück, nahm aber erst 1191 Gestalt an.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Carlo Nigra, <i>Torri e castelli e caseforti del Piemonte dal 1000 al secolo XVI. </i></span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4188496-6">4188496-6</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2026-01-12" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Vogt&amp;oldid=263282819">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>